Kultur ist lebensrelevant

Warum wir das machen

Dass wir aktuell nicht im Nörgelbuff zusammenkommen und gemeinsam Veranstaltungen erleben, schmerzt – und das ist auch gut so. Es muss schmerzen, weil uns das gemeinsame und physische Erleben wichtig ist – weil kulturelle Arbeit von uns allen wichtig ist. Das aktuelle digitale Ersatzprogramm kann nicht mehr sein, als es ist: eine verlustbehaftete Replik dessen, was einem jeden so viel bedeutet und uns als Gesellschaft prägt.

Kultur ist Kunst. Kultur ist Vielfalt. Kultur ist Emotion. Kultur ist Wertschöpfung. Kultur ist Standortfaktor. Kultur ist Wirtschaft. Kultur ist identitätsstiftend. Kultur ist kreativ. Kultur rüttelt wach. Kultur ist auch mal unbequem. Und Kultur ist lebensrelevant. Mit welcher natürlichen Selbstverständlichkeit wir bisher an diesem facettenreichen Angebot partizipieren durften ist ein großes Privileg. Dieses gilt es zu bewahren und in die Zukunft zu retten. Denn wann und vor allem wie es weiter geht ist offen. 

Doch gerade weil wir der Überzeugung sind, dass unsere Arbeit alternativlos ist, machen wir weiter. Gerade weil sie unersetzlich ist, haben wir dieses Angebot in’s Internet gebracht. Kultur ist keine freiwillige Leistung und darf kein Luxusgut sein; es ist vielmehr ein elementarer Bestandteil unseres Zusammenlebens – und insbesondere in der aktuellen Situation ein Element der Auseinandersetzung und Verarbeitung mit der Corona-Krise.

Dieses Angebot ist eine gegenseitige Versicherung, dass wir füreinander da sind. Es ist nicht dasselbe, aber es ist wichtiger denn je. 

Seit 226 Tagen betreiben wir physical distancing und versuchen soziale Nähe beizubehalten.

Seid füreinander da und wir kommen miteinander durch diese Krise. Achtet aufeinander und lasst uns gegenseitig unterstützen, damit wir bald noch viele schöne Erlebnisse teilen können.